Wo früher der alte Stadel stand, fügt sich neuer Wohnraum behutsam in die Bausprache des Bestandes ein und zeigt dennoch eine eigene architektonische Haltung. Die versetzten Geschosse entwickeln im Inneren eine spannende räumliche Abfolge. Sie öffnen sich nach oben zum Ausblick und schützen zugleich vor Einblicken. Auch die Gitterfenster in der Küche greifen die Privatsphäre auf: Sie lassen Licht und Atmosphäre in den Raum, wahren aber zur Straße hin die gewünschte Privatheit. Im Dach wird das Bad zu einem besonderen Raum. Die Dachschräge und die überhohe Raumwirkung machen den Ort auf außergewöhnliche Weise erlebbar und verleihen dem Alltag einen unerwartet großzügigen Moment.
Aus Brandschutzgründen bleibt die Giebelwand zur Grundstücksgrenze fensterlos. Zur Gartenseite hingegen öffnet sich der Zubau transparent und selbstbewusst. Hier zeigt das Haus seine lichte, offene Seite und verbindet den Wohnraum großzügig mit dem Außenraum. Koch-, Ess- und Wohnbereich befinden sich im oberen Geschoss und profitieren von Weite, Licht und Ausblick.
Zwischen den drei Ebenen bildet die markante Harfentreppe das verbindende Element. Sie strukturiert das Haus, führt durch die versetzten Geschosse und bringt eine feine Leichtigkeit in die kompakte Bauweise.