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Projekt 01

Einfamilienhaus H / A–Lochau
Architekt: DI Bernardo Bader, Bregenz

Im Detail

Restparzelle

Auf einer sehr schmal konfektionierten Bauparzelle versucht das Haus aus den Hemmnissen und der Unvorteilhaftigkeit einer Realteilung seine Bauidee zu formulieren.
Nur durch das selbstbewusste Anbauen an den Erschließungsweg im Süden und die seitens eines Nachbarn gewährte Abstandsnachsicht wurde die Nachverdichtung der Parzelle überhaupt ermöglicht. Auf dem nach Norden zum Lohbach stark abfallenden Grundstücksstreifen entwickelt sich fortan ein länglicher, rechteckiger Zuschnitt über gut drei Geschosse vertikal in die Höhe. Im Erdgeschoss ist ein kleines Studio eingeschrieben, welches das Wenige an ebener Fläche im Außenbereich nutzt. Gekocht und gegessen wird einen Stock darüber. Dort sitzt man angenehm geschützt und privatisiert wahlweise an einem Tisch innen oder in einer kleinen Loggia. Ganz oben sind das Wohn- und Kaminzimmer unter einem bergenden zusammenführenden Satteldach. Bewusst gesetzte Öffnungen inszenieren auf den Geschossen unterschiedliche Ausblicke zum See, zum Bach und zurück zum Dorf. Die Befensterung des Hauses generiert einen angenehmen Puls aus hellen und etwas dunkleren Bereichen. Der für angemessen erachtete Öffnungsanteil der Fassade verhindert das räumliche Ausfließen des Innenraums. Das Fenster kommuniziert in bewährter Weise mit dem Außen und privatisiert zeitgleich auf angenehme Art und Weise das Leben im Haus. Gebaut ist das Haus aus einer massiven Kernzone aus Beton. Nach außen hin zu Wand und Dach schließt ein hölzerner Mantel aus eingestellten Holzementen ab. Dabei wird einerseits das klassische Thema einer soliden charakterstarken Mitte des Hauses bedient, welche den Kaminofen, die Küche und die Nasszellen aufnimmt. Dem Zentrum entgegengesetzt wird es zu den Fenstern hin durchgehend hölzern, zarter und heller. Die räumliche Verdichtung des Inneren weitet sich dadurch angenehm, mit differenzierten Übergängen, dem Äußeren zu. Außen greift das Fassadenkleid mit seiner schwarzen Färbung, die in der unmittelbaren Nachbarschaft noch vorherrschenden Bilder von sonnenverbrannten landwirtschaftlichen Stadeln auf. Zu Wenige dieser Relikte sind durch das Zurückdrängen landwirtschaftlicher Nutzung im Vorarlberger Rheintal nur mehr übrig geblieben.

Im Überblick

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